Teilzeit Blog

Teilzeit auf Probe: Best Practice aus der Branche

Die allergrössten Herausforderungen bestehen darin, theoretische Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Deshalb möchten wir heute wieder einmal ein Best Practice Thema aus der Branche aufgreifen.

Auch bei Swisscom arbeiten noch deutlich mehr Frauen (34%) Teilzeit als Männer (8%). Damit sich dies in Zukunft ändert, hat Swisscom als innovatives Unternehmen das Pilotprojekt „Teilzeitmann auf Probe“ ins Leben gerufen. Über eine dreimonatige Testphase konnten Mitarbeitende ihr Pensum probeweise reduzieren. Hauptsächlich angesprochen wurden Männer.

Das Ziel: Teilzeit erlebbar machen und Hindernisse abbauen, um die Akzeptanz von Teilzeitarbeit (auch von Frauen!) bei Männern zu fördern.

Zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden zum Thema Teilzeit haben wir begleitend zum Pilotprojekt in drei Städten unsere Teilzeitmann Brownbags bei Swisscom durchgeführt.

Die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen. Das finden nicht nur wir, sondern auch die Verantwortlichen bei Swisscom sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, ihre Erwartungen wurden übertroffen. Von rund 130 Teilnehmenden an Brownbags und Pilotprojekt haben 40% im Anschluss an den Piloten ihr Pensum fix reduziert. Im Anschluss an die Veranstaltungen und nach dem Pilot wurden die Teilnehmenden mit einer Umfrage um Feedback gebeten. Auch hier wurden durchwegs positive bis sehr positive Bewertungen gegeben. Die Vorgesetzten gaben vor allem das Feedback, dass die Mitarbeiter, die am Versuch teilnahmen, motivierter und leistungsfähiger seien. Was einmal wieder bestätigt, dass es nicht nur in der Theorie so ist, sondern auch in der Praxis spürbar ist!

Gerne unterstützen wir Sie bei der Beratung und Umsetzung von Teilzeit Piloten und anderen flexiblen Arbeitsmodellen.

Zwei für eine Stelle

 

Es gibt viele gute Gründe seinen Vollzeitjob an den Nagel zu hängen. Sei es Zeit für Weiterbildungen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder einfach für eine bessere Work Life Balance.Jobsharing ist die perfekte Lösung, um mit einem geringeren Pensum auch anspruchsvolle, besser bezahlte Jobs und Kaderpositionen ausüben zu können. Denn bei vielen Firmen sind Pensen unter 80% oftmals nicht karrieretauglich. 

Jobsharing und flexiblen Arbeitszeitmodellen gehört die Zukunft

Nach den neusten Zahlen des BFS (Bundesamt für Statistik) arbeiten nur knapp 4% der Schweizer in Jobsharing-Modellen. Am meisten nehmen es Frauen und Eltern mit Kindern unter 15 Jahren in Anspruch. Ist Jobsharing heute noch die Ausnahme, steckt hier mit künftiger Arbeitsmarktentwicklung enormes Wachstumspotential. Denn flexible Arbeitszeitmodelle sind und werden immer populärer. Die Generation Y und Z strebt nach einer ausgewogenen Work Life Balance. Unternehmen müssen, um auf dem Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, auf die Anforderungen und Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter eingehen.Die Schweiz bietet hinsichtlich dem hohen Anteil an Teilzeitlern grosses Potential für Jobsharing. Dennoch braucht es offensichtlich noch einiges an Überzeugungsarbeit. In viele Unternehmen ist Jobsharing immer noch negativ konnotiert. Zu teuer und vor allem ein zu hoher Zeit- und Koordinationsaufwand sind die Hauptgründe. Die Umsetzung ist anfangs nicht immer einfach, aber ein gut eingespieltes Team ergänzt sich bestens und potenziert Produktivität, Flexibilität, Erfahrung und Effizienz für das Unternehmen.Gerne begleiten wir Sie bei der Einführung von Jobsharing-, Topsharing- und Jobsplitting-Modellen.Einer der absoluten Vorreiter flexibler Arbeitszeitmodelle ist die AXA Winterthur. Sie bietet ihren Mitarbeitern die Möglichkeit des Jobsharings und zeigt, dass es funktioniert. Hier gibt es eine Geschichte, die Mut macht.Die AXA, als innovatives Unternehmen, ist auch mit Engagement und Toplisting auf teilzeitkarriere.ch dabei!

Jobsharing im digitalen Arbeitsumfeld

Wichtigen Input zum Thema bietet das Internationale Kolloquium 2017. Das vom Verein PTO organisierte Event, zeigt neue Chancen und Herausforderungen von Job- und Topsharing Modellen, Work Smart-Ansätzen und Parallel-Karrieren (Slash Careers) auf. Am 6. November 2017 präsentieren 35 ausgewählte Referentinnen und Referenten in mehreren Diskussionspanels Umsetzungsformen von neuen Arbeitsmodellen.Weitere Informationen und Anmeldung 

Familienmodelle im Wandel - Die Teilzeitkarriere Rabeneltern-Matrix

Die Familienformen sind im Wandel. Aufgrund gesellschaftlicher Entwicklung sind heutzutage viele unterschiedliche Modelle denkbar. Das modernisierte Familienmodell mit dem Vater als Haupternährer bleibt in der Schweiz aber weiterhin die Regel. Vater Vollzeit und Mutter Teilzeit ist das am häufigsten gelebte Modell in Paarhaushalten. 54% aller Paare mit Kinder leben dieses Modell. Das zeigt der Familienbericht 2017 vom BFS. Während der Vater seine berufliche Laufbahn durch Kontinuität vorantreibt, weist im Gegensatz dazu jene der Frauen grosse Variationen auf. Insgesamt reduzieren 76% der Frauen ihren Beschäftigungsgrad nach der Geburt ihres ersten Kindes auf weniger als 70% oder sind überhaupt nicht mehr erwerbstätig. Angesichts des herrschenden Fach- und Führungskräftemangels sind das keine guten Zahlen. Denn viele qualifizierte Frauen schaffen, laut aktuellen Zahlen des BFS, das berufliche Comeback nicht. In Summe sind über 50´000 gut ausgebildete Akademikerinnen zuhause.

Einmal Teilzeit immer Teilzeit: Um nicht in der Teilzeitfalle zu landen und ein Leben lang oftmals niedrig qualifizierte Teilzeitjobs auszuüben, raten wir als Faustregel: so schnell wie möglich – jedoch spätestens nach 2 Jahren – wieder ein Pensum von mindestens 50% zu erreichen. Hier sind auch die Arbeitgeber gefordert, um Müttern geeignete Lösungen und Regelungen zum Wiedereinstieg zu bieten. Gerne stehen wir Ihnen für eine Ist-Analyse Ihres Unternehmens zur Verfügung und beraten Sie bei der Umsetzung ihrer Fachkräfte-Strategie. Kontakt hier 

Familienmodelle wie das egalitäre Modell, bei dem sich Mann und Frau die Betreuungs- und Erwerbsarbeit teilen, bringt diesbezüglich viele Vorteile. Die Frau kann durch die Reduktion des Pensums ihres Partners die berufliche Karriere gezielter und schneller wieder verfolgen. Der Mann übernimmt mehr Verantwortung bei der Familienarbeit und leistet einen wichtigen Beitrag zur aktiven Vaterschaft mit einer stärkeren Bindung zu den Kindern. Die Rolle der Mutter und Hausfrau wird gleichzeitig relativiert. Eine aktuelle Umfrage im Familienbericht zeigt, Eltern, die sich die Betreuungsarbeit teilen, sind zufriedener. Dennoch ist dieses Familienmodell in der Schweiz nur sehr wenig verbreitet. 

Die politische Unlust sich neuen Familienmodellen zu stellen, hemmt diese Entwicklung. Es braucht die Umsetzung einer flächendeckenderen und erschwinglicheren Betreuung für Kleinkinder, die besser auf die Bedürfnisse der Eltern abgestimmt ist. Sowie ein Steuersystem, das den Zweiterwerb der Frau nicht mehr bestraft. 

Man wird sich künftig frei machen müssen von der Vorstellung des Ideals der Mutter und Hausfrau. Immer mehr Männer wollen sich stärker in der Familie engagieren. Trotz stetig steigenden Zahlen von Teilzeitmännern, zögern immer noch viele – zu viele. Gerne sensibilisieren wir auch Ihre männliche Belegschaft oder führen in Ihrem Unternehmen Workshops zum Thema Vereinbarkeit von Beruf & Familie durch. Eine Übersicht unserer Angebote finden Sie hier.

Auch wir entwickeln uns stetig weiter, um Teilzeit für Sie salonfähig zu machen. Wir haben eine spannende neue Stelle als Senior Consultant zu besetzen.

Sichtweisen 80-100% Pensen

Wir setzen uns schon seit Jahren dafür ein (Vollzeit-) Stellen mit einem 80 bis 100 Prozent Pensum auszuschreiben. In unserem Massnahmenkatalog für Firmenempfehlen wir genau das. Erste grosse Unternehmen (u.a. PostSwisscom, UBS, SBB) haben dies erkannt und schreiben ihre Stellen nun systematisch mit einem 80 bis 100 Prozent Pensum oder im Job Sharing aus.

Unsere Erfahrungen: Unternehmen, die Jobs zu 80 bis 100 Prozent ausschreiben, haben nicht nur eine verbesserte Reichweite bei der Stellenrekrutierung, sondern signalisieren damit, dass sie auch Teilzeitpensen anbieten. Dies führt zu einem Kulturwandel im Unternehmen. Zum einen ebnet es den Weg für einen grösseren Frauenanteil in höheren, qualifizierten Teilzeitpensen. Es führt zu mehr Teilzeitmännern und mehr Mitarbeiter in Altersteilzeitpensen. Zum anderen steigt die Attraktivität für die Generation Y und Z im Arbeitsmarkt.

Die Gegenargumente: Viele Teilzeit-Interessierte befürchten, dass Unternehmen, die Jobs mit 80 bis 100 Prozent ausschreiben, damit einfach nur Kosten sparen wollen. Sie werden zwar zu 80 Prozent eingestellt, müssen aber trotzdem ein Arbeitsvolumen von 100 Prozent leisten. Wichtig ist, dass 80 Prozent Stellen demnach auch tatsächlich kleinere Arbeitsbelastungen mit sich bringen und Mitarbeiter dies auch erkennen.Deshalb plädieren wir an die Arbeitgeber „echte“ 80 Prozent Stellen anzubieten, aus moralischen und rechtlichen Gründen.

Ein nächster Schritt hin zu effektiven Teilzeitjobs ist, Stellen vermehrt auch mit 60, 70 und 80 Prozent anzubieten und zwar nicht nur für minder qualifizierte und damit schlechter bezahlte Jobs, sondern für alle Funktionen.

Wir sind Partner beim Prix BalanceZHDer Kanton Zürich verleiht am 26. Oktober 2017 zum dritten Mal den Prix BalanceZH. Eine Auszeichnung für die vereinbarkeitsfreundlichsten Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen im KantonWas wird in Ihrem Betrieb getan, um die Vereinbarkeit von beruflichen Anforderungen und privatem Umfeld der Mitarbeitenden zu vereinfachen? Wie treten Sie als Unternehmen dem immer grösser werdenden Fachkräftemangel entgegen? Nutzen Sie diese Plattform und bewerben Sie sich um den Prix BalanceZH 2017. Die Teilnahme ist kostenlos und vertraulich. Alle Informationen finden Sie unter www.vereinbarkeit.zh.ch/prixbalance

Alle aktuellen Artikel Rund um das Thema Teilzeit, sowie einen interessanten Beitrag über die Job-Anforderungen der Millennials finden Sie hier.

Zwischen Kind und Karriere

 

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist immer noch ein Riesenthema. Der Trend nach einer möglichst individuellen und flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit nimmt zu. Zudem zwingen Fachkräftemangel und Digitalisierung die Wirtschaft neue, mit der Familie vereinbare Arbeitsmodelle für Männer und Frauen anzubieten. Das können Unternehmen tun, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Massnahmenkatalog für Firmen

In Kürze werden wir Ihnen zu diesem Thema auch unseren neu entwickelten Beratungsansatz (DOIT-SMART) zur Umsetzung von Gender-Diversity Strategien vorstellen.

Filmempfehlung: Die alten traditionellen Familienmodelle mit dem klassischen Ernährer-Hausfrau-Modell haben mehr und mehr ausgedient. Völlig unterschiedliche neue Familienmodelle sind heute denkbar. Immer mehr Väter wollen Verantwortung in der Familie übernehmen und gleichzeitig steigt der Anteil von Frauen und Müttern, die neben der Familie auch noch ihre berufliche Karriere verfolgen wollen. Diese Entwicklung verstärkt den Ruf nach flexiblen Arbeitszeitmodellen. Die «DOK» Sendung „Zwischen Kind und Karriere“ – ausgestrahlt am Donnerstag den 9. März 2017 um 20:05 Uhr im SRF1 – portraitiert drei Paare mit unterschiedlichen Familien- und Arbeitsmodellen. Die Teilzeit AG liefert im Film wichtige Fachinputs zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

P.S: Auch Jobsharing als innovatives Arbeitszeitmodell fördert die Vereinbarkeit. Die Initiative Go For Jobsharing hat jüngst ein neuen Sammelband zu diesem Thema lanciert. 34 Autoren aus 5 europäischen Ländern teilen ihre Gedanken und Forschungsarbeiten zum Thema Jobsharing. Weitere Infos hier

Das 100 Top-Teilzeit-Arbeitgeber Ranking

 

Hier ist das 100-Top-Teilzeit-Arbeitgeber Ranking des Jahres 2016 von Teilzeitkarriere.ch.

Die Karten sind neu gemischt im Ranking von Teilzeitkarriere.ch. Neben einer starken Gesundheitsbranche drängen vor allem Unternehmen mit veränderten Arbeitszeitmodellen Richtung Spitze der 100 Top-Teilzeit-Arbeitgeber 2016. Förderung von Gender-Diversity und Stellen im 80-100 % Pensum auszuschreiben liegt dabei voll im Trend.

Wer an der Spitze unseres Rankings steht erfahren Sie hier.

Eine Medienübersicht zu unserem Ranking finden hier.

Die Förderung von Diversität in Unternehmen gewinnt an Bedeutung: Die Stadt Zürich, dieses Jahr erstmals in den Top 10 der Teilzeit-Arbeitgeber, lancierte als zweite Schweizer Stadt 2009 einen Aktionsplan für die Gleichstellung von Frau und Mann. Aufgrund der positiven Ergebnisse befindet sich der Gleichstellungsplan mittlerweile in seiner zweiten Laufzeit. Ursula Hess vom Human Ressources Management der Stadt Zürich erklärt, dass «die Verwirklichung von Chancengleichheit für Frauen und Männer im Unternehmen sowie die Förderung flexibler Arbeitszeitmodelle einen zentralen Punkt der Personalpolitik der Stadt Zürich darstellt. Neu zu besetzende Stellen werden explizit für beide Geschlechter und jeweils mit 80-100% ausgeschrieben. Entsprechend wird bei jeder Ausschreibung geprüft, ob Stellen auch mit Teilzeitgrad ausgeschrieben werden können». Ziel dieser Massnahmen ist es, vor allem in den Kaderpositionen den Anteil des untervertretenen Geschlechts auf 35 Prozent zu steigern. Meist liegt der Frauenanteil hier zu tief. Die Stadt Zürich beschäftigt über 28’300 Mitarbeiter davon arbeiten rund 59 % in Teilzeitpensen. 44 % der Frauen und 15 % der Männer arbeiten Teilzeit.

Anzahl der Teilzeitstellen steigt: Eine sehr erfreuliche Tendenz zeichnet sich beim Vergleich der Anzahl der ausgeschriebenen Jobs in den Top 10 ab. Ein signifikanter Anstieg der ausgeschriebenen Stellen ist zu erkennen. Waren es im Jahr 2015 noch rund 8700, sind es im Jahr 2016 bereits rund 12´000 Teilzeitstellen. Teilzeitkarriere.ch listet täglich 15´00 ausgeschriebenen Teilzeitstellen im Internet, Tendenz steigend. Das ist ein deutliches Zeichen und bestätigt einmal mehr, dass in vielen Unternehmungsführungen bereits ein Umdenken erfolgt, sich den Anforderungen des gesellschaftlichen Wertewandels zu stellen. Der Trend geht hin zu flexiblen, individuellen und mobilen Arbeitszeitmodellen.

Branchen unter der Lupe: Neu wurde das diesjährige Ranking in 3 Branchen kategorisiert und ein separates Top 20 Branchen-Ranking erstellt. Die Top 20 und welche Branchen im Ranking am stärksten vertreten sind finden Sie hier.

«Flexibles Arbeiten steigert die Zufriedenheit»: Die Zürich Versicherung Schweiz geht bei der Veränderung von Arbeitszeitmodellen mit guten Beispiel voran. Im Rahmen der Kampagne «Flexwork» wird intern auf die Möglichkeiten des flexiblen Arbeitens aufmerksam gemacht. «Wir bieten unseren Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Job Sharing oder Teilzeitarbeit an, da wir davon überzeugt sind, dass die Zufriedenheit der Mitarbeiter dadurch erhöht wird.» Laut Zürich Schweiz werden seit August 2015 alle Vollzeitstellen mit einem Pensum zwischen 80-100 % ausgeschrieben, so dass mittlerweile deutlich mehr Mitarbeitende direkt in Teilzeit eingestellt werden können. Bei der Rekrutierung führt dies zu einer zusätzlichen Reichweite, da 37% aller Arbeitnehmer in der Schweiz gerne Teilzeit arbeiten möchten. «Potentiellen Kandidaten reagieren sehr positiv auf das ausgeschriebene flexible Pensum». Zürich Schweiz beschäftig rund 5100 Mitarbeiter, 22 % davon in Teilzeitpensen.

Wir stellen fest: Dass erste grosse Unternehmen (u.a. Post, Swisscom, UBS, SBB) Stellen systematisch mit einem 80-100% Pensum oder im Job Sharing ausschreiben. Neben der verbesserten Reichweite bei der Stellenrekrutierung ist die interne Wirkung noch viel wichtiger. So erfolgt eine Umkehrung der „Beweislast“ bei Linienmanagern. Neu muss eine Führungskraft argumentieren, warum es eine 100% Stelle sein muss. Dies führt zu einem Kulturwandel. Zum einen ebnet es den Weg für einen grösseren Frauenanteil in höheren, qualifizierten Teilzeitpensen. Es führt zu mehr Teilzeitmännern und mehr Mitarbeiter in Altersteilzeitpensen. Zum anderen steigt die Attraktivität für die Generation Y und Z im Arbeitsmarkt.

Die ganze Story zum Download gibt es hier - viel Spass beim Lesen!

 

Teilzeit boomt!

 

Auch 2017 ist Teilzeit voll im Trend! 

Wir befinden uns in Zeiten, in denen eine neue Generation auf den Arbeitsmarkt drängt. Eine Generation, die völlig anders an das Thema Arbeit herangeht. Die Generation Y und Z will ihr Berufs- und Privatleben individuell gestalten, mithilfe flexibler Arbeitszeiten.Viele innovative Unternehmen haben das bereits erkannt und bieten ihren Mitarbeitern attraktivere Arbeitszeitmodelle an. Standortunabhängiges mobiles Arbeiten und Homeoffice ist genauso gefragt, wie längere Auszeiten für Erholung/Urlaub/Weiterbildungen und partnerschaftliche Teilzeit-Arbeitsmodelle.Nachzulesen im Tagesanzeiger: Teilzeit boomt sogar bei Kaderangestellten 

Wir beraten und unterstützen Sie gerne bei der Standortbestimmung und Einführung von flexiblen Arbeitszeitmodellen.

Alle aktuellen Artikel zum Thema Teilzeit, sowie eine bemerkenswerte Umfrage unter Schweizer Konzernchefs gibt es hier zum Download:http://www.teilzeitkarriere.ch/presse.html

P.S. Heute sind 15173 Teilzeitstellen bei uns ausgeschrieben. Teilzeitkarriere - die Nr. 1 für Teilzeitjobs! Kontaktieren Sie uns für die Publikation Ihres Stelleninserats.

 

Fortschritte und Aufholjagd

 

Die gute Nachricht: In der Schweiz ist die Vertretung von Frauen in Verwaltungsräten seit dem Jahr 2008 um 55 Prozent gestiegen. Die weniger gute Nachricht: Unser Land liegt mit 13,4 Prozent unter dem weltweiten Durchschnitt von 14,7 Prozent und im Vergleich zum europäischen Durchschnitt etwa auf halbem Niveau. Das zeigt eine aktuelle Studie des Credit Suisse Research Institute bei 3000 Unternehmen weltweit. Sie kommt zudem zum Schluss, dass in der Schweiz der Anteil berufstätiger Frauen, die in so genannten Shared-Services-Funktionen – das ist vor allem der Bereich Human Resources – arbeiten, mit 54 Prozent besonders hoch ist. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 33 Prozent. Die Studie bestätigt einmal mehr, dass Unternehmen mit ausgewogenen Geschlechterverhältnissen bessere Ergebnisse erzielen.Hier geht’s zur Studie

Der gute TV-Beitrag: Teilzeitkarriere.ch macht bereits seit Jahren darauf aufmerksam, dass Teilzeitarbeit von Männern eng mit dem Werdegang von Frauen zusammenhängt. Denn je mehr zum Beispiel Väter Teilzeit arbeiten, desto eher können das auch Mütter tun. Nur: Viele gut ausgebildete Frauen kümmern sich lieber um die Kinder als um die Karriere. Zumal bei ihnen oftmals das nötige Netzwerk fehlt, das Selbstvertrauen schnell zu bröckeln beginnt und die Unterstützung aus dem Umfeld fehlt. Ein interessanter Beitrag von „10vor10“ zeigt nun, dass vor allem grosse Schweizer Firmen vermehrt um Wiedereinsteigerinnen buhlen. Sie wollen mit massgeschneiderten Ausbildungsprogrammen das grosse Potenzial von qualifizierten Frauen nutzen.Hier geht’s zum Beitrag:

Der gute Tipp: Teilzeitkarriere.ch empfiehlt Arbeitgebern, ihre (Vollzeit-) Stellen mit 80 bis 100 Prozent auszuschreiben. Solche Ausschreibungen werden jedoch von etlichen Teilzeit-Interessierten gemieden – sie fokussieren bewusst auf kleinere Pensen. Der Grund: Die Jobsuchenden befürchten, dass sie zwar zu 80 Prozent eingestellt werden könnten, jedoch ein Arbeitsvolumen von 100 Prozent leisten müssten. Sie denken, dass Unternehmen Kosten sparen und solche Teilzeit-Mitarbeitende schlicht und einfach ausnützen wollen. Teilzeitkarriere.ch macht vorwiegend andere Erfahrungen. Unternehmen, die Jobs zu 80 bis 100 Prozent ausschreiben, signalisieren damit, dass sie auch Teilzeitpensen anbieten. Tatsache ist, dass in vielen Branchen und für viele Funktionen keine Stellen zwischen 50 und 90 Prozent ausgeschrieben werden. Und falls doch, dann eher in Startups oder für minder qualifizierte und damit schlechter bezahlte Jobs. Teilzeitkarriere.ch plädiert daher an die Arbeitgeber, „echte“ 80 Prozent-Stellen anzubieten – sowohl aus moralischen als auch rechtlichen Gründen.Hier geht's zu den Teilzeitkarriere-Handlungsempfehlungen.

 

Neue Fakten und Meinungen - Das ungenutzte Potential

 

Das sind die Fakten bei den Müttern: Rund 60 Prozent der Mütter mit Kind(ern) unter 6 Jahren und einem Partner im gleichen Haushalt sind in einem Teilzeitpensum erwerbstätig (Quelle: Bundesamt für Statistik). Hier ist die sogenannte „Teilzeitfalle“ zu beachten, harren doch viele Frauen ein Leben lang in einem oftmals niedrig-qualifizierten Teilzeit-Job aus.

Arbeitgeber sollten zusammen mit den Teilzeit-Frauen Massnahmen ergreifen, damit diese baldmöglichst wieder zu höheren Pensen kommen. Frauen mit Pensen ab 50 Prozent können mehr Fach- und Führungsverantwortung übernehmen. Beachtenswert ist auch der Anteil der Mütter mit Kind(ern) unter 6 Jahren, die nicht erwerbstätig sind: 27,3 Prozent. Insgesamt haben 50‘000 Hausfrauen in der Schweiz eine Hochschule oder eine höhere Berufsausbildung absolviert. Hier liegt also viel Potenzial brach. Zudem arbeiten 13,7% der Mütter mit Nachwuchs unter 6 Jahren Vollzeit (20,4% bei den Single-Mamas).

Das sind die Fakten bei den Vätern: Derzeit arbeiten in der Schweiz rund 49‘500 oder 12 Prozent der Väter von kleinen Kindern bis 6 Jahren und mit Partnerin Teilzeit. Der Anstieg der Pensen unter 90 Stellenprozenten zwischen 2012 und 2015 ist beeindruckend: Er beträgt 2,8 Prozentpunkte (von 9,2 auf 12 Prozent); innerhalb von 3 Jahren sind also rund 11‘500 Väter von Kleinkindern neu in die Teilzeit eingestiegen!!

Unser Angebot:Die Zahlen sprechen ein eindeutiges Bild und zeigen das Potential – vor allem bei den Haus- und Teilzeitfrauen – auf. Gerne stehen wir Ihnen für eine Ist-Analyse von Ihrem Unternehmen zur Verfügung und begleiten Sie bei der Umsetzung Ihrer Fachkräfte-Strategie. Kontakt hier

Passend zum Thema ist soeben auch ein neues Buch erschienen. Das neueHandbuch „Väterorientierte Massnahmen für Unternehmen und Verwaltungen in der Schweiz“ mit einem Beitrag von Jürg Wiler, Leiter von DER TEILZEITMANN, liefert Wissen und Analysen, die Antworten auf folgende Fragen geben: Weshalb gelingt es bis anhin nur so selten, Väter für Vereinbarkeitsmassnahmen zu gewinnen? Wie können betriebliche Unterstützungsangebote für Väter erfolgreich umgesetzt werden?

Salonfähige Teilzeit – wir informieren und argumentieren weiter.

PS: Am 30. August findet eine spannende Veranstaltung vom ÖBU zu diesem Thema statt. Anmeldungen sind noch möglich.

PPS: Lesen Sie auch unseren B2C Newletter zum Thema: Liebe Mütter, wir müssen reden.

 

Der Fachkräftemangel ist Hausgemacht

 

Das schleckt keine Geiss weg: Viele Unternehmen schreiben ihre Teilzeitjobs nicht auf Internet-Plattformen aus. Die Gründe dafür: Erstens die Hemmung, sich als Teilzeitarbeitgeber zu positionieren, zweitens die Kosten und drittens will man bei gewissen Berufen nicht von Bewerbungen überflutet werden. Das thematisiert der aktuelle Juli-Newsletter der Schweizerischen Vereinigung der Ingenieurinnen (SVIN) in einem Interview mit „Der Teilzeitmann“ – die SVIN bringt das Thema also genau dort ein, wo Ebbe an Teilzeit herrscht. Hier geht’s zum Beitrag.

Das sollten Unternehmen wissen: Viele, viele gut ausgebildete Frauen wollen nach dem Mutterschaftsurlaub zurück in den Arbeitsalltag und einen sinnvollen Teilzeitjob. Immer mehr Männer wollen Verantwortung in der Familie übernehmen und fordern Teilzeitpensen. Die Generation Y will sich gar nicht erst auf starre Präsenzstrukturen einlassen. Doch auf dem Arbeitsmarkt ist die Nachfrage nach Teilzeitstellen weit höher als das Angebot, der Fachkräftemangel also hausgemacht.

Das können Unternehmen tun: Um qualifizierte Fachkräfte zu erhalten, können Unternehmen 1. alle Jobs 80 bis 100 Prozent ausschreiben, 2. mindestens einen Tag homeoffice / Co-working pro Woche für jede / n anbieten, 3. systematisch die Familien fördern, 4. Key Performance Indicators (KPI) einführen, die Teilzeitquoten über Gender und Hierarchie messen und 5. die Vertrauenskultur fördern. Weitere Infos & Wegleitungen auf Teilzeitkarriere.ch/Massnahmen.

Der Wandel ist im Gang und unaufhaltbar. Wir engagieren uns weiter für salonfähige Teilzeit.

 

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