Teilzeit Blog

Diese Firmen sind nicht auf Teilzeitkarriere

Teilzeitkarriere.ch listet täglich bis zu 15´000 Teilzeitstellen. Aber wie genau funktioniert dies überhaupt? Und warum sind manche Unternehmen nicht auf teilzeitkarriere.ch? Ein Blick hinter die Kulissen verrät mehr. 

Unser Crawler, bereitgestellt und entwickelt durch die x28 AG, sucht jede Nacht auf über 30´000 Homepages von Schweizer Unternehmen nach aktuellen Teilzeitjobs. Erfasst werden alle ausgeschriebenen Jobs unter 91 Stellenprozenten oder jene, die das Wort Teilzeit im Stelleninserat haben. Die einzelnen Jobs werden mittels ausgeklügelter Semantik indexiert und aufgelistet. Die Jobs sind direkt verknüpft mit den Webseiten der jeweiligen Firmen und so gelangen die Suchenden direkt auf das Jobangebot. Unser Funktionsprinzip ist mit Google vergleichbar.  

Diesen Service stellen wir KMUs - und allen Stellensuchenden - kostenlos zur Verfügung. Um euch täglich diesen Service bieten zu können, sind die grossen Firmen von einer automatischen und kostenlosen Indexierung ausgeschlossen. Wir sprechen hier von Unternehmen mit mehr als 100 ausgeschrieben Teilzeitstellen jährlich. Welche Firmen aktuell nicht dabei sind, erfahrt Ihr hier 

Grosse Unternehmen können eine Indexierung ihrer Teilzeitjobs für geringes Geld bei uns buchen. Die genauen Preisinformationen und Modelle gibt es in unsere Preisliste. Viele Unternehmen wie SBB, Kanton Bern, Swisscom, Post, AXA, BLS AG, Allianz etc. nützen unsere effiziente Rekrutierungsmethode und Employer Branding seit Jahren.

 

Teilzeitkarriere wird 10

Seit nun mehr 10 Jahren gibt es die Teilzeitkarriere und das ist Grund genug um nochmals Revue passieren zu lassen. 

Teilzeitkarriere.ch wurde auf persönlicher und ideologischer Initiative 2008 durch mich, Andy Keel mit der Geburt meines Sohnes gegründet. Antrieb zur Gründung und Umsetzung vom Portal sind und waren eigene Erfahrungen im Spannungsfeld 'Teilzeit' und 'Karriere'. Die Frage beschäftigte mich seit Jahren, wie 'Teilzeit' salonfähig gemacht werden kann und wie auch eine Teilzeit Karriere möglich ist. Dies insbesondere, weil ich selber in der Direktion bei zwei Grossbanken als junger Mann Teilzeit gearbeitet habe und ständig auf Widerstände gestossen bin. 

Auch wir haben einmal klein angefangen 

In den Anfängen bestand unsere Jobplattform aus gerade einmal 20 bis 30 Stellenausschreibungen. Die .php Webseite dazu hat damals ein Student der Hochschule Rapperswil entwickelt. Über die Jahre haben wir uns immer weiterentwickelt. Auch Experimente mit dem Aufbau einer Jobsharing Plattform 2010 gehörten dazu. 

Ein weiterer Meilenstein war 2011 dann die Umstellung auf die Infrastruktur von X28 mit Crawler. Die einzelnen Jobs werden mittels ausgeklügelter Semantik indexiert und aufgelistet. Erfasst werden alle ausgeschriebenen Jobs unter 91 Stellenprozenten oder jene, die das Wort Teilzeit im Stelleninserat haben. Anfangs haben wir dadurch circa 6´000 Teilzeitjobs listen können. Heute durchsucht der Crawler täglich 30'000 Homepages von Schweizer Firmen und wir können unseren Usern 15'000 qualifizierte Teilzeitjobs täglich zur Verfügung stellen. Mehrere zehntausend qualifizierte Personen haben sich über die Jahre auf Teilzeitkarriere registriert - jeden Tag kommen etliche hinzu und jeden Tag finden viele Menschen ihre neue Teilzeitstelle - dank Teilzeitkarriere! 

Der Teilzeitmann 

2012 wurde der Teilzeitmann geboren. Als Sensibilisierungskampagne soll sie Männern Mut machen den Schritt in die Teilzeitarbeit zu wagen. Wir haben über 130 Unternehmen besucht und haben anhand von Vorbild-Männern, die erklären, weshalb sie Teilzeit arbeiten, wie sie ein Teilpensum erreicht haben und welche Erfahrungen sie mit Teilzeitarbeit machen, Informationen und Impulse vermittelt. Auch heute noch sind wir immer wieder bei Unternehmen mit einem Teilzeitmann-Brownbag. Mit über 1´000 Medienartikeln innerhalb von zwei Jahren und einem Auftritt bei Aeschbacher war die Resonanz gross und wir konnten in dieser Zeit viel bewegen. Der Anteil an Teilzeit arbeitenden Männern ist seit 2012 von ca. 11% auf aktuell 17.5 % gestiegen!! – das sind rund 150‘000 Männer mit einem neuen Teilzeitpensum!

Zum Abschluss des Bundesprojekts – der Teilzeitmann wurde von 2012 bis 2014 durch das Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) finanziert – erschien das TEILZEITMANN-Buch im Zytglogge Verlag. 

DOIT-smart 

Ein weiterer Schritt in Richtung Gleichstellung, haben wir mit der Gründung unseres aktuellen Projektes gewagt. 2017 haben wir DOIT-smart, die wohl erste Gender Diversity Unternehmensberatung der Schweiz, ins Leben gerufen. Wir begleiten und beraten Firmen bei der Umsetzung ihrer Gender Diversity Strategien. Auch dieses Projekt wird vom EBG unterstützt. 

Evolution mit einem Plan 

Es ist immer der Betrachtungswinkel ob das Glas halbleer oder halbvoll ist. Auf der einen Seite kämpfen wir heute noch mit exakt den gleichen Problemen wie vor 10 Jahren. Auf der anderen Seite hat sich unheimlich viel getan. Immer mehr Väter übernehmen Verantwortung und Präsenzzeit bei der Familienarbeit, die Digitalisierung ermöglicht nun echtes home- und coworking was enorm zur Flexibilisierung von Arbeit beiträgt.  

Ich möchte alle danken die mich und die Teilzeit AG die letzten 10 Jahre unterstützt haben, insbesondere unseren treuen Kunden. Drei Personen möchte ich speziell herausheben: Cornel Müller von der X28 AG, Jürg Wiler der den Teilzeitmann geleitet hat, sowie Nele Steffen von der ihr ja regelmässig lest. MERCI! 

Ich persönlich würde mich freuen, wenn sich auch auf politischer Ebene endlich etwas bewegen würde und Unternehmen erkennen wie wichtig Mitarbeiter in der Rush-Hour des Lebens zwischen 35 und 50 Jahren sind. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Förderung von Frauen- und Väterkarrieren, dem Aufräumen mit Unconscious Bias und patriachalen Monokulturen sind nicht nice to have – sie haben einen signifikanten Business Case. Teilzeit hat einen ROI von 8% und Unternehmen mit diversen Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten schlagen die anderen Unternehmen mit Rendite und Börsenkursen deutlich.

Unconscious Bias als Stolpersteine

Jüngst hat er Ständerat die Vorlage zur Eliminierung der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern an die vorberatende Kommission zurückgewiesen. Ein schier endloser Kampf geht damit in die nächste Runde. Seit 1981 ist die Gleichstellung von Frau und Mann in der Verfassung verankert. Trotzdem liess sich die Lohngleichheit bisher nicht verwirklichen.

Der unerklärbare Lohnunterscheid zwischen Frauen und Männern beträgt immer noch 7 - 8% Prozent. Und die Erfahrung zeigen: Unternehmen, welche Lohnanalysen durchführten, haben in 50 % der Fälle Ungleichheiten entdeckt und daraufhin die Löhne der Frauen erhöht.

Sicherlich geschieht diese ungleiche Beurteilung von Frauen und Männern nicht bewusst. Viel mehr mangelt es an der Sensibilität für das Thema und unbewusste Rollenbilder können zu einer unbewussten Diskriminierung führen. 

Unconscious Bias als Stolpersteine für Gleichstellung 

Stereotype dienen dazu eine komplexe soziale Welt zu verstehen und Informationen über eine Person schneller zu verarbeiten. Stereotype sind allerdings auch problematisch, da sie die Realität zu sehr vereinfachen. Wir neigen dazu zu Pauschalieren und werden deshalb der individuellen Eigenarten eines Menschen oft nicht gerecht. Deshalb ist es wichtig das Bewusstsein für verzerrte Erwartungen (oder „unconscious bias“) und Stereotype zu schärfen, und diese aktiv zu bekämpfen. Beispielsweise in Form von Führungsschulungen. 

Die Havard Professorin Iris Bonet hat sich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und zeigt in ihrem Buch „What Works“ auf, wie Verhaltensdesign die Gleichstellung revolutionieren kann. Ein sehr lesenswerter Gastbeitrag I. Bohnet aus „What Works“ in der FAZ dazu. 

Auch uns liegt das Thema sehr am Herzen und deshalb haben wir im vergangenen Jahr unter dem Namen DOIT-smart die wohl erste Gender Diversity Unternehmensberatung der Schweiz ins Leben gerufen. Wir begleiten und beraten Firmen bei der Umsetzung ihrer Gender Diversity Strategien.Unconscious Bias ist dabei einer der grossen Hebel. Am 10. April 2018 findet unser nächster öffentlicher Workshop in Zürich statt. 

Unconscious Bias im Unternehmen: Den Autopiloten im Gehirn überwinden. 

Die 100 Top-Teilzeit-Arbeitgeber 2017

Die Stadt Zürich auf dem Weg Richtung Spitze. Im Ranking der 100 Top-Teilzeit-Arbeitgeber 2017 von Teilzeitkarriere.ch, dem grössten Internetportal für Teilzeitstellen, ist nur noch Lidl Schweiz besser. Unternehmen mit flexiblen, individuellen und mobilen Arbeitszeitmodellen haben einen Wettbewerbsvorteil.

Der Letztjahressieger Lidl Schweiz behauptet seine Spitzenposition mit 2402 ausgeschrieben Teilzeitstellen. Diese wurden über das Jahr 2017 auf Teilzeitkarriere.ch rund 201´000mal aufgerufen. Auf Rang 2 folgt die Stadt Zürich (1753 ausgeschriebene Teilzeitstellen), die bereits im Vorjahr eine sehr starke Entwicklung hingelegt hat und sich nochmals um 5 Plätze verbessert. Manor rangiert auf Platz 3 (1566). Die beiden Unternehmen aus der Gesundheitsbranche Privatklinikgruppe Hirslanden und Universitätsspital Zürich, sie teilten sich im letzten Jahr Platz 2, belegen neu Platz 4 und 5. Credit Suisse und SBB können beide 3 Plätze gut machen. Sie belegen Platz 6 (1099) und Platz 7 (1091). Auch der Kanton Zürich (Platz 8 - 941) und Swisscom (Platz 9 - 904) können weiter Plätze gut machen und sind erstmals unter den Top 10 vertreten. Aldi Suisse landet auf Platz 10. 

«Teilzeitarbeit hat sich zur Selbstverständlichkeit etabliert»

Die Zühlke Engineering AG schiebt sich in diesem Jahr erstmals unter die Top 30 der Teilzeit-Arbeitgeber (Platz 28 - 386). Teilzeitarbeit und anderen flexible Arbeitszeitmodelle sind bei Zühlke nicht mehr wegzudenken. Als Umsetzungspartner für Produkt- und Software Lösungen sowie Prozessoptimierung hat das Unternehmen permanent mit Veränderungen zu tun, die die Gesellschaft voranbringen. «Wir sind dann erfolgreich, wenn unsere Kunden erfolgreich sind und der Schlüssel dazu liegt in unseren Mitarbeitenden» sagt Aglaia Trapp, Head Employer Branding bei Zühlke. Die Nachfrage an Teilzeitmöglichkeiten ist über die Jahre stetig gewachsen und darauf wurde entsprechend reagiert. «Unsere positiven Erfahrungen mit Teilzeitstellen bestätigen uns immer wieder. Denn der entscheidende Faktor für die Leistung ist der Einsatz, nicht das Pensum.» Auch im Kader sind bei Zühlke diverse Positionen in Teilzeit besetzt. Erwähnenswert ist auch der hohe Anteil an Männern mit Teilzeitpensen. So arbeiten von den rund 560 Angestellten 35% in Teilzeit davon 67% Männer und 33% Frauen.

Auf- und Absteiger 

Die Tertianum Gruppe ist mit einem Plus von 193 Plätzen der Aufsteiger des Jahres und belegt aktuell Platz 17. Das Kantonsspital Baden, sowie der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden machen ebenfalls einen beachtlichen Sprung nach vorne, mit einem Plus von 129 bzw. 94 Plätzen. Die Siemens Schweiz AG, knüpft an die positive Entwicklung des letzten Jahres an und verbessert sich nochmals um 55 Plätze. Damit belegt sie nun aktuell Rang 33.

Top Newcomer ist ABB Schweiz AG und landet auf Anhieb auf Rang 15 im aktuellen Ranking. Aber auch Swiss Medical Network SA (Platz 34), BLS AG (Platz 68) und die Pflegezentren Stadt Zürich (Platz 73) sind an dieser Stelle als Newcomer zu nennen.

Auffallend sind vor allem die Einbrüche der ausgeschriebenen Teilzeitstellen im Detailhandel. Die Supermarktketten Denner AG (-58 Plätze), Migros (-34) und Coop (-24) rutschen allesamt deutlich ab im Ranking. Auf Nachfrage war nur von Coop eine Stellungnahme zu bekommen. Andrea Bergmann, Mediensprecherin bei Coop erklärt es damit, dass «viele Teilzeitstellen intern besetzt werden, zum Beispiel durch Mitarbeiterinnen, die nach der Mutterschaft in reduziertem Pensum arbeiten möchten» und deshalb nicht ausgeschrieben werden. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen sind dem Unternehmen wichtig. «Die Weiterbeschäftigungsquote nach Mutterschaft beträgt bei uns 80%», was in der Tat eine gute Bilanz ist.

Zuletzt wurde in den Medien immer wieder darüber diskutiert, ob die zahlreicher werdenden Selfscanning und Self Checkout Kassen wohl für einen Stellenabbau sorgen. Zwar beteuern die Unternehmen, dass dies keinen Einfluss auf die Anzahl der Arbeitsplätze habe. Die Gewerkschaft Unia steht dem trotzdem skeptisch gegenüber und äussert sich dazu auf ihrer Homepage. «Wenn der Kunde die Kassiererin ersetzt, droht ein schleichender Arbeitsplatzabbau. Selbst wenn einige KassiererInnen andere Aufgaben im Betrieb übernehmen, liegt es nahe, dass andere nicht mehr ersetzt werden, um Einsparungen zu erzielen.» 

Teilzeitstellen werden immer beliebter 

Die Anforderungen der Arbeitnehmer an die Arbeitgeber sind im Wandel. Flexible, individuelle und mobile Arbeitszeitmodelle sind gefragt, um auf dem heutigen Arbeitsmarkt gute Fach- und Führungskräfte zu rekrutieren. Viele Firmen haben das Problem erkannt und arbeiten aktiv an einem Kulturwandel. Das zeigt auch die deutlich ansteigende Zahl an Teilzeitstellen. So wurden im Jahr 2015 unter den Top 10 der Teilzeitarbeitgeber noch rund 8´700 Teilzeitstellen ausgeschrieben, im Jahr 2016 waren es bereits rund 12´000 Teilzeitstellen. 2017 wurde nochmals zugelegt mit rund 13´100 Teilzeitstellen.

Viele Firmen sind dazu übergegangen ihre Stellen systematisch mit einem 80-100% Pensum auszuschrieben, um die Reichweite und Attraktivität zu erhöhen. Es bietet vor allem auch Frauen die Möglichkeit höher qualifizierte Jobs in Teilzeit oder im Jobsharing auszuüben. 

Den Kulturwandel vorantreiben 

Die Siemens Schweiz AG, einer der Top Aufsteiger im Ranking, geht hier mit gutem Beispiel voran. Seit mehreren Jahren wird Teilzeitarbeit und andere flexible Arbeitszeitmodelle, im Unternehmen explizit gefördert. «Zukunftsträchtige Arbeitskultur zu fördern ist uns ein grosses Anliegen» sagt Garry Wagner, Head HR bei Siemens. «Wir sind überzeugt davon, dass wir damit die Motivation unserer Mitarbeitenden und den Erfolg unseres Unternehmens nachhaltig steigern werden.» Die Möglichkeiten der Arbeitszeitmodelle sind individuell und werden an die Bedürfnisse der Mitarbeitenden angepasst. Andy Keel, Initiator von Teilzeitkarriere.ch und TEILZEITMANN betont immer wieder, «echter Kulturwandel im Unternehmen gelingt nur, wenn das Top Management dahintersteht und auch Top Down gefördert wird». Das bestätigt auch Garry Wagner und berichtet von Umsetzungsbeispielen bei Siemens «das Top Management bekennt sich immer wieder an Veranstaltungen und in Botschaften an die Belegschaft zu flexiblen Arbeitszeitmodellen. Wir haben Vorbilder in Mitarbeiter-Porträts sichtbar gemacht, die flexible Arbeitszeitmodelle leben. In Kulturveränderungsveranstaltungen erhalten Führungskräfte und Mitarbeitende bei uns die Gelegenheit sich bereichsübergreifend zum Thema auszutauschen.» In Zukunft will das Unternehmen auch massgeschneiderte Führungskräfte-Workshops zur Förderung flexibler Arbeitszeitmodelle anbieten. 

Detailhandel, öffentliche Verwaltung/Dienstleistung und Gesundheit sind die am stärksten vertreten Branchen im Ranking der 100 Top-Teilzeit-Arbeitgeber 2017. Auch hier bestätigt sich der Trend vom Vorjahr. Dienstleistungsunternehmen und öffentliche Verwaltungen schreiben immer mehr Teilzeitstellen aus und sind erstmals die am stärksten vertretenen Branche im Ranking der 100 Top-Teilzeit-Arbeitgeber von Teilzeitkarriere.ch. 

Unter dem Namen DOIT-smart hat Andy Keel im Jahr 2017 die wohl erste Gender Diversity Unternehmensberatung der Schweiz ins Leben gerufen. Dies, weil er davon überzeugt ist, dass «eine erhöhte Diversität im Kader positive Effekte auf den Unternehmenserfolg und die Reputation haben.» Der Beratungsansatz von DOIT-smart setzt genau hier an. Er berät und begleitet Unternehmen bei der Umsetzung von Gender-Diversity Strategien zur Erhöhung des Frauenanteils in Kaderpositionen. Mit konkreten Massnahmen und passenden Produkten wird so der gesamte Personal-Lifecycle des Unternehmens verbessert.

Kommt die Frauenquote?

Das Jahr 2018 könnte auf dem Thema Gleichstellung von Frau und Mann ein entscheidendes und richtungsweisendes Jahr werden.

Neben den Massnahmen gegen Lohndiskriminierung wird über die Einführung der Frauenquote im Parlament entschieden. Der Bundesrat plant für börsenkotierte Firmen mit mehr als 250 Angestellten eine Quote einzuführen. Frauen sollen künftig zu 30% in Verwaltungsräten und zu 20% in den Geschäftsleitungen der besagten Firmen vertreten sein. In der Tat besteht hier Aufholungsbedarf. Derzeit hinkt die Schweiz im internationalen Vergleich hinterher. Der Anteil von Frauen in den 100 grössten Schweizer Unternehmen beträgt *17 % in den Verwaltungsräten und lediglich 8 % in den Geschäftsleitungen.*Quelle: Schillingreport 2017

Weiche Quoten 

Allerdings sollen beim Nichterreichen dieser Quoten keine Sanktionen ausgesprochen werden. Die Unternehmen müssen in einem Vergütungsbericht erklären warum der Richtwert nicht erfüllt wurde und Massnahmen aufzeigen, die zu einer Verbesserung führen. Die Richtwerte und die Pflicht zur Berichterstattung sollen für den Verwaltungsrat drei Jahre und für die Geschäftsleitung fünf Jahre nach Inkrafttreten des neuen Rechts ihre Wirkung entfalten und für zehn Jahre gelten. Ein genauer Termin für die Abstimmung im Parlament ist noch nicht bekannt, die Rechtskommission des Nationalrates hat die Vorlage verabschiedet. Voraussichtlich soll es aber bereits im Frühling soweit sein. 

Wir raten Unternehmen jetzt aktiv zu werden  

Um den Frauenanteil zu erhöhen und den Aufstieg von Frauen ins Top Management zu ermöglichen, braucht es neben geeigneten Programmen und Massnahmen auch Beharrlichkeit und Geduld.

Das DOIT-smart Team berät und begleitet Sie aus neutraler Sicht bei der Umsetzung Ihrer Gender Diversity Strategie und hilft Ihnen mit konkreten Vorschlägen und passenden Produkten den gesamten Personal-Lifecycle zu verbessern.  Mit unserer Level 1 Analyse erfüllen Sie bereits die Anforderungen der Gesetzesrevision - die notwendigen Daten und Massnahmen für den Geschäftsbericht. Gleichzeitig erhalten Sie eine faktenbasierte Ausgangslage, welche es erlaubt, die Massnahmen im Hinblick auf Zielerreichung zu beurteilen und in einen grösseren Rahmen einzubetten.

Grosser Nachfrage erfreut sich auch unser Modul "Pipeline Kaderfauen". Gerade im Zusammenhang mit einem höheren Frauenanteil in der Geschäftsleitung muss die Pipeline der weiblichen Nachwuchskräfte analysiert und Schwachstellen verstanden werden. Basierend auf einer quantitativen Analyse eruieren DOIT-smart Experten die Ursachen einer dünnen Pipeline an Kaderfrauen und unterbreiten dem Unternehmen massgeschneiderte und implementierungsorientierte Vorschläge, deren Erfolg über das Gender Diversity Dashboard gemessen werden. Die Nachhaltigkeit dieses Moduls kann mit einem zusätzlichen Block über „Unconscious Bias“ verstärkt werden.  Dieses Modul ist pro Businesseinheit realisierbar.

Vaterschaftsurlaub: Steinzeit Schweiz

In keinem anderen EU Land fällt der Vaterschaftsurlaub dürftiger aus als in der Schweiz. Mit genau einem Tag (gleichviel wie bei einem Umzug!) sind wir Spitzenreiter bei den Negativbeispielen.

Im Sommer hat die Initiative des Vereins Vaterschaftsurlaub jetzt” – lanciert vom Gewerkschafts-Dachverband Travail.Suisse, männer. ch, Alliance F und Pro Familia – über 100´000 Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. Die Initiative verlangt, dass der Vaterschaftsurlaub über die Erwerbsersatzordnung finanziert wird und mindestens 20 Tage dauert, flexibel beziehbar innerhalb eines Jahres. Der Bundesrat will von all dem nichts wissen und schlägt die Initiative zur Ablehnung vor.

Erfreulicherweise erkennen viele Firmen die Zeichen der Zeit (v.a. die Grossunternehmen gehen mit gutem Beispiel voran, bei den KMU gibt es noch Aufholungsbedarf) und gewähren ihren Mitarbeitern schon mehr als einen Tag. 

Jüngst hat die UBS ihre Regelungen zum Vaterschaftsurlaub weiter verbessert. Zu den vorgesehenen 10 Tagen gibt es neu die Möglichkeit 2-4 Wochen unbezahlten Urlaub zu nehmen oder das Pensum während 1-6 Monaten auf 80 % zu reduzieren. Ein Bekenntnis zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Aber auch unsere Teilzeitkarriere-Partnerfirmen sind in Sachen Vereinbarkeit vorne mit dabei. Die Post, SBB, Swisscom, Kanton Bern und BLS gewähren ihren Mitarbeitern ebenfalls 10 Tage. Die AXA sogar 20 Tage. Ikea hat jüngst sogar den Vaterschaftsurlaub auf bis zu 2 Monate erhöht, mit der Option weitere 10 Monate unbezahlten Urlaub zu beziehen.

Toll, dass es trotz Ignoranz des Bundesrates so viele positive Beispiele gibt und Unternehmen mehr und mehr dabei sind familienfreundliche Strukturen zu schaffen.

Weitere interessante Beiträge zum Thema findet Ihr in unserem Medienspiegel

Übrigens hat die Zürich Versicherung gerade das Projekt “Teilzeit auf Probe“, ähnlich wie Swisscom vgl. hierzu unseren August Newsletter, gestartet. Super! 

P.S: Seid Ihr auf der Suche nach mehr Sinn und Selbstbestimmung bei der Arbeit? Das achtmonatige Weiterbildungsprogramm unserer Freunde von STRIDE zielt auf einen schrittweisen Wechsel hin zu einer erfüllenderen beruflichen Tätigkeit und kann in Teilzeit absolviert werden. Im Mittelpunkt stehen Methoden des (selbst-) unternehmerischen Lernens und Handelns in Teams, die unmittelbar auf die Realisierung eines selbstgewählten, realen Projekts angewandt werden. Die NZZ berichtete kürzlich darüber. Die Bewerbungsfrist endet am 31.12.17. Nächste Woche finden 2 Kennenlern-Veranstaltungen statt.

Women Matter – wir haben die jüngste McKinsey Studie zu Gender Diversity für Sie zusammengefasst

Die neuste Women Matter Studie von McKinsey steht unter dem Titel "Time to Accelerate". Sie belegt, dass Gender Diversity entscheidende Vorteile für den Unternehmenserfolg bringen und dass gemischte Teams bessere wirtschaftliche Ergebnisse erzielen. 

Obwohl dies den meisten Unternehmen inzwischen bewusst ist, sind wir jedoch weit entfernt von einer Geschlechter-Parität. Frauen sind in der Wirtschaft und in den Führungsetagen von Unternehmen und Organisationen noch immer stark unterrepräsentiert. «Die Reduzierung des "Gender Gaps" in Zeiten von stagnierendem Wachstum und Fachkräftemangel würde das weltweite BIP bis 2025 um 12 Billionen Dollar steigern», errechnet das McKinsey Global Institute.

Implementierung ist wichtig!

Trotz Engagements auf dem Thema ist der Fortschritt in vielen Firmen langsam, nur rund die Hälfte der Unternehmen macht tatsächlich Fortschritte bei Gender Diversity.

Neben der Quantität der implementierten Massnahmen – dabei performen vor allem die Firmen, die 25 Massnahmen und mehr realisieren – ist die Qualität und Effektivität der Implementierung entscheidend, um sichtbare Veränderungen zu erzielen.

DOIT-smart unterstützt Sie bei der Analyse Ihrer unternehmensspezifischen “Pain Points” und bei der Auswahl und Umsetzung der geeigneten Massnahmen. Dabei können wir auf eine grosse Anzahl an dokumentierten Produkten/Massnahmen aus unserem Know-How Pool zurückgreifen.

Der Wandel beginnt an der Spitze 

Um einen Kulturwandel voranzutreiben gibt es nicht nur einen Lösungsweg, sondern es braucht ein umfassendes Ökosystem an Massnahmen. Entscheidend ist ein starkes Engagement des Top-Managements. Veränderungsprozesse gelingen nur, wenn das Management dahintersteht und top down alle Hierarchiestufen einbindet. Diese Erkenntnis von McKinsey deckt sich mit unserem Beratungsansatz, in einem ersten Schritt (DOIT-smart Level 1-Analyse) schaffen wir die notwenige Transparenz und holen die Unterstützung des Top Managements ab.

Build the Pipeline - Voraussetzungen schaffen 

Um den Frauenanteil signifikant zu erhöhen und den Aufstieg von Frauen auf jeder Stufe der Pipeline bis hin zum Top Management zu ermöglichen, braucht es Programme zur Führungsweiterbildung von Frauen. Von grosser Wichtigkeit sind zudem auch Entwicklung und Umsetzung von Anti-Bias Strategien, damit Beförderungs- und Rekrutierungprozesse neutral und vorurteilslos erfolgen können.

Wie die McKinsey Studie aufzeigt, sind die Chancen von Frauen in der Hierarchie aufzusteigen noch signifikant tiefer als bei Männern. Gerade in Organisationen, welche auf einer leistungsorientierten Mitarbeiterbeurteilung aufbauen, ist es deshalb wichtig, Bias zu erkennen und strukturell anzugehen.

Wir beraten und begleiten Sie aus neutraler Sicht bei der Umsetzung Ihrer Gender Diversity Strategie und helfen Ihnen mit konkreten Massnahmen und passenden Produkten den gesamten Personal-Lifecycle zu verbessern. Grosser Nachfrage erfreuen sich neben der Strategieberatung auch die Einzelthemen Unconscious Bias Trainings und Build the Pipeline Workshops.

 

Nimm deine Vorsorge selbst in die Hand

Die Vorlage zur Reform der Altersvorsorge ist gescheitert. Somit ist die Senkung und Flexibilisierung des Koordinationsabzugs - was entscheidende Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte gebracht hätte - auch erst einmal vom Tisch. Die Erarbeitung einer neuen Vorlage wird sicherlich einige Jahre in Anspruch nehmen.

Wir raten Euch als Teilzeitler selber aktiv zu werden und sich gut mit dem Thema Vorsorge auseinanderzusetzen. Besonders achtsam sollten alldiejenigen sein, die 2 Teilzeitjobs ausüben. Der Koordinationsabzug wird doppelt abgezogen und die Vorsorgelücke ist damit garantiert! 

Pensionskasse ist nicht gleich Pensionskasse 

Attraktive, zukunftsorientierte Arbeitgeber wählen Modelle & Pensionskassen die den Koordinationsabzug dem Pensum entsprechend anpassen oder wie zB. Swisscom auf den Koordinationsabzug gänzlich verzichten. 

Würde man beispielsweise mit einer 60% Teilzeitstelle 35´000 CHF im Jahr verdienen, bleibt mit einem voll abgezogenen Koordinationsabzug von 24´675 CHF (35'000 minus 24'675 CHF) gerade einmal ein versicherter Lohn von 10´325 CHF bei der Pensionskasse.Durch einen im Verhältnis zum Pensum angepassten Koordinationsabzug verbessert sich die Situation deutlich. Bei unserem Beispiel erhöht sich der versicherte Lohn bereits knapp auf das Doppelte, nämlich auf 20´195 CHF (35´000 minus 14´805 CHF).

Was kann ich als Teilzeitler tun, um Vorsorgelücken zu schliessen?

Es lohnt sich also bei der Wahl des Arbeitgebers einen kritischen Blick in dessen Pensionskassenreglement zu werfen. Aber auch diejenigen, die bereits in einem Arbeitsverhältnis stehen, sollten die Leistungen der Vorsorgeinstitution genauer hinterfragen. Wie teilzeitfreundlich ist die betriebliche Pensionskasse? Besteht Optimierungsbedarf, dann bekundet diesen auch. Zum Beispiel durch ein anregendes Gespräch bei eurem Vorgesetzten. 

Trotz solch teilzeitfreundlicher Pensionskassenmodelle ist die Vorsorge über die 2. Säule meist ungenügend. Wir empfehlen deshalb dringend allfällige Lücken zusätzlich durch Einzahlungen in die 3. Säule zu schliessen. Teilzeitangestellte mit mehr als 2 Jobs haben die Möglichkeit sich bei der Auffangeinrichtung der BVG oder bei der Pensionskasse des Arbeitgebers freiwillig versichern zu lassen, um ihre Vorsorge zu optimieren.

 

 

Ohne Frauen an der Spitze geht es in Zukunft nicht mehr!

Unser neu gegründetes Diversity Beratungsunternehmen DOIT-smart hat einen betriebswirtschaftlichen Beratungsansatz entwickelt, der sich an den unternehmensspezifischen Vorgaben orientiert und das Thema als strategisches Ziel positioniert. Wir beraten und begleiten Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Gender-Diversity Strategie und verbessern mit konkreten Massnahmen und passenden Produkten den gesamten Personal-Lifecycle des Unternehmens.  

«Eine von Vielfalt geprägte Unternehmenskultur ist und wird zukünftig ein wichtiger Erfolgsfaktor sein. «Es performen diejenigen Organisationen überdurchschnittlich, die mit diversen Teams eine ebenso vielfältige Kundschaft ansprechen und an sich binden können.» so Dieter BischoffLeiter von DOIT-smart.

Die Förderung von Gender Diversity rückt dabei stark in den Fokus. Trotz intensiver Anstrengungen verharrt der Frauenanteil in Kaderpositionen von Schweizer Unternehmen auf tiefem Niveau bei ca. 8%.  Zwar haben viele Firmen den Nutzen einer ausgewogenen Geschlechterverteilung in den Führungsgremien erkannt, aber es fehlt an einer klaren Gender-Diversity-Strategie und an einer Einbettung in die Unternehmensziele.Der Beratungsansatz DOIT-smart setzt genau hier an, er unterstützt und berät das Unternehmen aus neutraler Sicht bei der Umsetzung einer erfolgreichen Diversity-Strategie.

 

Im Zentrum steht dabei ein betriebswirtschaftlich ausgerichtetes Gender Diversity Management.

Level 1: Strategie und Prozesse werden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Unternehmensspezifischer Handlungsbedarf wird abgeleitet. Oft kommt dabei auch ein quantitatives Benchmarking der Hochschule St. Gallen zum Einsatz.

Level 2: Darauf aufbauend werden in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Lösungen erarbeitet und passende Implementierungsvorschläge entwickelt. Dabei wird auf einen Pool geeigneter und bereits bewährte Produkte/Methoden von Kooperationspartnern zurückgegriffen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Gerne stehen wir Ihnen für ein unverbindliches Erstgespräch zur Verfügung.

info@doit-smart.org

+41 44 500 27 70

Unterstützt wird DOIT-smart in der Startphase vom Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) sowie vom Kanton Zürich – Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann.

#AV2020 - wichtige Veränderungen für Teilzeitbeschäftigte

Zum ersten Mal seit der Gründung vor acht Jahren betreiben wir aktiven Wahlkampf für ein Thema, das uns sehr am Herzen liegt. Die am 24. September bevorstehende Volksabstimmung zur Reform der Altersvorsorge 2020 bringt entscheidende Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte.

Durch eine Flexibilisierung des Koordinationsabzugs über eine Staffelung nach Einkommen erhalten Teilzeitangestellte mit tieferen Pensen entscheidend mehr Pensionskassenrente, da die Höhe des versicherten Lohns beim BVG deutlich ansteigt.Das bedeutet, der Koordinationsabzug von heute 24'675 CHF wird gesenkt und entspricht neu 40 % des Jahreslohnes, mindestens jedoch 14'100 CHF und höchstens 21'150 CHF. Von diesen Fortschritten profitieren insbesondere Frauen, die überdurchschnittlich häufig Teilzeitbeschäftigungen nachgehen und all diejenigen, die 2 Teilzeitjobs haben.

Einige attraktive Arbeitgeber, wie beispielsweise Medgate (oder wir selbst in der Teilzeit AG), setzen sich bereits für bessere finanzielle Absicherung ihrer Teilzeitangestellten ein und wählen Vorsorgeeinrichtungen, die den Koordinationsabzug dem Teilzeitpensum entsprechend anpassen. Swisscom beispielsweise verzichtet gänzlich auf einen Koordinationsabzug. Viele Teilzeitbeschäftigte sind sich oftmals gar nicht bewusst, dass ihnen aufgrund von gesetzlicher Regelungen bei der beruflichen Vorsorge Gefahren einer Vorsorgelücke drohen. 

Zugegebenermassen sind sicherlich nicht alle Elemente dieser Reform optimal gelöst, dennoch würde ein NEIN die Weiterentwicklung der Altersvorsorge in der Schweiz weit zurückwerfen. 

Weitere interessante Beiträge zum Thema AV 2020 und Teilzeit finden Sie hier. 

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