Tipps zum Bewerbungsanschreiben

Das Anschreiben markiert den ersten Eindruck von einem Bewerber, weshalb seine Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Mit dem Anschreiben haben Bewerber eine Möglichkeit, sich von der ersten Wahrnehmung durch Personaler positiv von der Masse an Standard-Bewerbungen abzuheben. Dies wirft die Frage auf, welche Gestaltungsmerkmale und Inhalte zwingend erforderlich sind und welche Aspekte zu einem positiven Gesamteindruck beitragen.

 

Bewerbungsanschreiben: mit perfektem Aufbau und Inhalt zum Erfolg

 

Formale Gestaltung und erforderliche Angaben

 

Die Länge eines Bewerbungsanschreibens sollte auch bei erfahrenen Kandidaten mit langen Lebensläufen über eine Seite des Formats DIN A4 nicht hinausgehen. Für die formale Gestaltung finden sich die Regeln in den Normen DIN 5008 sowie DIN 676. Erforderliche Bestandteile umfassen

  • die Adressen des Empfängers und des Absenders
  • die Datumsangabe
  • eine Betreffzeile
  • eine persönliche Anrede
  • den Text des Anschreibens
  • die persönliche Unterschrift
  • die Angabe von Anlagen (beispielsweise Zeugnisse und Referenzen)

Auch wenn E-Mail-Bewerbungen oder Online-Bewerbungen auf dem Vormarsch sind, erwarten manche Unternehmen auch heute noch physische Bewerbungsmaterialien. Daher ist auf einen hochwertigen Druck auf Papier mit einer gewissen Stärke (mindestens 100 Gramm pro Quadratmeter) zu achten. Unüblich ist bei den meisten Positionen die Verwendung von Farbe beim Druck.

 

Betreff und Anrede

 

Die Betreffzeile soll Personalern auf den ersten Blick klar machen, um was es geht. Daher sind der Begriff Bewerbung sowie eine präzise Bezeichnung der Stelle und, sofern vorhanden, die Kennziffer in der Betreffzeile anzugeben. Ebenso empfiehlt es sich, das Medium anzuführen, in dem die Stellenausschreibung gefunden wurde. Was die Anrede betrifft, so sollte nach Möglichkeit ein Ansprechpartner persönlich angesprochen werden. Nur wenn keine Informationen hierüber bekannt sind, ist eine unpersönliche Anrede der Struktur "Sehr geehrte Damen und Herren" empfehlenswert. Bei persönlicher Anrede ist auf korrekte Schreibweise der Namen sowie gegebenenfalls auf die Angabe sämtlicher Titel zu achten.

 

Einleitung des Anschreibens

 

Die ersten zwei bis drei Sätze des Anschreibens bilden die Einleitung. Diese sollte nicht länger ausfallen als etwa drei Zeilen. Im ersten Satz sollte deutlich werden, dass es sich um eine Bewerbung handelt, worauf sich der Bewerber bewirbt und, in Kürze, was ihn dazu qualifiziert. An dieser Stelle können sich Bewerber auch gegebenenfalls auf vorab stattgefundene Kontaktaufnahmen beziehen. Sollte es zuvor ein Telefongespräch oder eine persönliche Begegnung auf einer Job-Messe gegeben haben, so ist dies die richtige Stelle, um darauf Bezug zu nehmen. Ebenso sollte die Einleitung auf überzeugende Weise darlegen, was den Bewerber dazu motiviert, sich um genau diese Stelle zu bemühen. Handelt es sich bei der Stelle um einen Arbeitsplatz, der eine große Entfernung zum gegenwärtigen Wohnort aufweist, so sind Bewerber gut beraten, schon im Anschreiben ihre Umzugsbereitschaft signalisieren. Im Idealfall sollte zum Ausdruck kommen, dass ein Umzug an den Zielort schon immer gewünscht war.

 

Hauptteil

 

Nachdem in der Einleitung die Motivation deutlich wurde, gilt es im Hauptteil, herauszustellen, weshalb der Bewerber perfekt zur ausgeschriebenen Stelle passt. Hierzu gehören abgeschlossene oder in Bälde abgeschlossene Qualifikationen wie Studienabschlüsse, Ausbildungen oder Zertifikate. Berufserfahrung, insbesondere mit Bezug zu vergleichbaren Aufgaben, ist hier ebenfalls anzuführen. Hierbei sollten Kandidaten nicht ausschweifen, sondern knapp und präzise erläutern, welche Fähigkeiten sie für die Position qualifizieren. Werden in der Ausschreibung Anforderungen gestellt, die Bewerber noch nicht erfüllen können, so sollte die Bereitschaft signalisiert werden, die dafür erforderlichen Fähigkeiten rasch zu erwerben.

 

Abschließende Formulierungen

 

Eine erfolgreiche Bewerbung endet mit persönlichen abschließenden Formulierungen. Hier machen Kandidaten deutlich, dass sie jederzeit zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung stehen und sich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freuen. Als abschließende Grußformel hat sich die Formulierung "Mit freundlichen Grüßen" durchgesetzt. Auch in E-Mail-Bewerbungen empfiehlt es sich, diese Form zu wahren und nicht auf Kurzfassungen von Grußformeln auszuweichen. Bei ausgedruckten Bewerbungsanschreiben beweisen Kandidaten besondere Stilsicherheit, indem die Bewerbung mit einem Füller mit blauer Tinte unterschrieben wird.

 

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