Teilzeitausbildung – was genau versteht man darunter?

Eine Teilzeitausbildung ist eine immer beliebter werdende Alternative zur Ausbildung in Vollzeit. Fakt ist zwar: Viele Väter gehen einem Vollzeitjob nach und entscheiden sich bewusst gegen Teilzeit. Meist verbirgt sich dahinter die Angst, die eigene Karriere könne durch die Teilzeit auf der Strecke bleiben oder es drohe ein Statusverlust. Es geht aber auch anders. Sowohl für Väter als auch für Mütter ist eine Anstellung in Teilzeit eine gute Möglichkeit, um sich um ihr Kind zu kümmern und trotzdem ihrer Karriere nachgehen zu können. Das gilt gerade auch für junge Eltern, die sich noch in der Ausbildung befinden. Für sie wird die Möglichkeit einer Teilzeitausbildung angeboten. Diese Art der Ausbildung ist sogar im Berufsbildungsgesetz festgehalten. Bei einer solchen Ausbildung arbeitet der Auszubildende lediglich zwischen 20 und 30 Wochenstunden. Der Berufsschulunterricht findet zu den gewohnten Zeiten statt. Darüber hinaus wird mit dem Ausbilder individuell abgesprochen, wann die erforderlichen Arbeitsstunden abgeleistet werden.

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Teilzeitausbildungen sind in zwei Varianten möglich

Prinzipiell gibt es bei einer Teilzeitausbildung zwei unterschiedliche Möglichkeiten:

  • 1. Teilzeit durch Verlängerung der Ausbildungszeit: Der Azubi arbeitet wenigstens 20 Stunden pro Woche – inklusive der Berufsschulzeit. Dadurch verlängert sich die gesamte Dauer der Ausbildung um etwa ein Jahr.
  • 2. Teilzeit ohne Verlängerung der Ausbildungszeit: Dies ist nur möglich, wenn der Azubi inklusive Berufsschule wöchentlich wenigstens 25 Stunden im Unternehmen arbeitet.

Welche Variante in Frage kommt, hängt sowohl von den persönlichen Gegebenheiten als auch von dem Unternehmen ab, in dem man seine Ausbildung absolvieren möchte.

Finanzielle Unterstützung für Auszubildende in Teilzeit

Oft benötigen Auszubildende, die eine Teilzeitausbildung absolvieren, finanzielle Unterstützung, weil die Ausbildungsvergütung sehr gering ausfällt. Eine mögliche Lösung kann es sein, einen Antrag auf Berufsausbildungsbeihilfe zu stellen. Junge Eltern bekommen zudem das monatliche Kindergeld der Familienkasse. Zudem besteht auch die Möglichkeit, einen speziellen Kredit für die Ausbildung aufzunehmen. Bei der Suche nach einem solchen Kredit zu günstigen Konditionen ist das Portal smava eine wertvolle Hilfe.

Beantragung einer Teilzeitausbildung

Zunächst muss ein Ausbildungsbetrieb gefunden werden, der einer Ausbildung in Teilzeit zustimmt. Danach ist es notwendig, gemeinsam mit dem Unternehmen bei der zuständigen Industrie-, Handwerks- oder Landwirtschaftskammer einen Antrag auf Teilzeitausbildung zu stellen. Dieser Antrag ist schriftlich einzureichen. Sämtliche weitere Vereinbarungen, die zum Beispiel die Arbeitszeit pro Woche betreffen, werden im Ausbildungsvertrag ausführlich festgehalten.

Eine Ausbildung in Teilzeit hat viele Vorteile

Alles in allem hat es viele Vorteile, sich für eine Ausbildung in Teilzeit zu entscheiden: Die Ausbildung lässt sich besser mit der Familie vereinbaren. Auch wer seine Ausbildung wegen Elternzeit unterbrechen musste, kann sie im Anschluss in Teilzeit wieder aufnehmen.

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